Die Herausforderung ist jedes Jahr im September eine der schönsten, aber anspruchvollsten Bergstraßen in Niederösterreich zu bezwingen. Gut, dass es wenigstens vor dem Start relativ ruhig zugeht. Die beiden Damen der Anmeldung machen ihren Job in aller Ruhe, nur der Rennleiter Wolfgang ist sehr nervös. Die Teilnehmer bereiten sich unterschiedlich vor: Profis auf der Walze, andere fahren sich im schönen Tal plaudernd ein. Dann die Startaufstellung: die letzten Schmähs werden gerissen, aber jeder weiß, es wird wieder sehr hart. Vorn in der ersten Reihe belauern sich die Favoriten, weiter hinten ist es noch etwas lustiger und alle gehen noch einmal die Taktik durch: Vollgas bis zum Umfallen.

Startsignal –wie immer dankenswerterweise von Bürgermeister Franz SEEWALD- mit einem Schnitt von ca. 40 km/h wird der erste Kilometer angegangen, danach bäumt sich der Berg auf. Das Feld wird jäh zerrissen. Nun ist jeder allein, gesprochen wird nicht mehr, man hört nur mehr angestrengtes Schnaufen. Noch 5 km, noch 4 km, kurz lässt die Steigung etwas nach, aber niemand gönnt sich eine Erholung, sieht man doch ein Konkurrenten vor sich oder spürt den keuchenden Atem des Freundes hinter sich. Noch 3 km, es wird wieder steil, Pulskontrolle: Scheiße, schon wieder 180, runter aufs kleinste Kranzl, Scheiße ich bin ja schon drauf. Die 2 km Tafel, die 1 km Tafel, ich glaube, die haben sich vertan, der letzte Kilometer war viel länger! Endlich: die 500 m Tafel, heuer besonders auffallend. Die letzten Kräfte mobilisieren, bald ists vorbei! Das Ziel, manche können sogar noch sprinten, aber alle sind heilfroh, es wieder geschafft zu haben! Auspedalieren, Medaille ausfassen, zur Labe (Super, sogar ein gepflegtes Gösser!) und dann ins Hocheckhaus zur Siegerehrung.

Ergebnisse 2011:

Bald nach dem Start kristallisierte sich ein Quartett heraus: die zweifachen Sieger Alex Tuma und Stefan Broschek, sowie der österreichische Marathonmeister Georg Bohunovsky und ein unglaublich starker Nachwuchsfahrer: der 17-jährige Lukas Strutzenberger. Die Spitzengruppe blieb lange eng zusammen, erst knapp vor dem Ziel konnte sich Alex Tuma zwei Sekunden von Georg Bohunovsky absetzen und seinen dritten Hochecksieg einfahren. Auch die beiden Nächstplatzierten blieben unter 23 Minuten: Stefan Broschek und Lukas Strutzenberger.

Leider passierte noch im flachen Teil ein Sturz, in dem drei Fahrer verwickelt waren, aber Gott sei Dank war niemand ernstlich verletzt!

Die Sieger der AK II und AK III, Mario Janschka und Ewald Ebner waren Hocheckneulinge und wussten nicht, was auf sie zukommt, daher: Hut ab.

Bei den Damen setzte sich wieder Brigitte Stocker durch, wieder mit neuem Rekord: 26:00,09 und konnte unseren Martin Binder noch auf der Ziellinie um Reifenbreite abhängen.

Das Siegerpodest der Damen AK I hatte das gleiche Aussehen wie 2010: Ulrike Emesz vor Brigitte Krenn und Margit Seidel.

Erwähnenswert noch die Leistung von Hans Peter Fasching: er bezwang das Hocheck mit dem Einrad.

Gratulation an alle Fahrer, Sieger war JEDER!

Danksagung:

Alle Mitarbeiter

Sponsor: Bobbys Sporthop Leobersdorf

Gönner: Fa Wiskocil Berndorf

Schutzhaus Hocheck

Bürgermeister Franz Seewald

Alle Teilnehmer

Vielen Dank und auf ein Wiedersehen 2012

Wolfgang Kelz

Fotos!